Gesprächstherapie
Lebenskrisen und Paarberatung
Es gibt Zeiten, in denen das Leben nicht mehr das ist, worauf man sich eingestellt hatte.
Wenn der Boden sich verschiebt
Eine Trennung. Ein Todesfall. Der Job, der wegfällt. Eine Diagnose. Ein Kind, das auszieht, oder eines, das nicht kommt. Manchmal ist es auch nichts Benennbares, sondern nur das Gefühl, dass es so nicht weitergeht – und dass du nicht sagen kannst, warum.
Krisen haben die Eigenschaft, dass sie den Blick verengen. Was vorher selbstverständlich war, wird zur Frage. Was du sonst zu ordnen wusstest, ordnet sich nicht mehr. Und oft kommt dazu, dass die Menschen um dich herum es gut meinen und trotzdem nicht helfen können, weil sie selbst mit drinstecken oder weil sie schon eine Meinung dazu haben, was du tun solltest.
Was wir in den Gesprächen machen
Wir schauen gemeinsam darauf, was dich bewegt – ohne dass ich dir sage, wo es langgeht. Meine Arbeit gründet auf der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers, und die geht von etwas aus, das ich für wahr halte: Du hast die Fähigkeit, eigene Lösungen und neue Wege zu entwickeln. Auch dann, wenn du sie gerade nicht siehst.
Praktisch heißt das: Ich höre zu, frage nach, halte auch das aus, was du selbst kaum aushalten kannst, und ich bewerte nicht. Nicht, weil das eine Technik wäre, sondern weil ich davon überzeugt bin, dass Menschen sich in einer Atmosphäre aus Wertschätzung, Einfühlung und Echtheit anders sortieren können als unter Druck.
Wie viele Gespräche das braucht, sagt sich vorher nicht. Manche Menschen kommen mit einer klar umrissenen Frage und sind nach wenigen Terminen fertig. Andere brauchen eine Weile, bis überhaupt klar wird, worum es eigentlich geht.
Paare, Ehe, Familie
Zu mir kommen Paare, die sich verrannt haben. Die immer denselben Streit führen. Die sich nichts mehr sagen, weil jedes Gespräch in derselben Sackgasse endet. Oder die vor einer Entscheidung stehen und nicht wissen, ob sie sie zusammen oder getrennt treffen wollen.
In der Paarberatung bin ich für niemanden Partei. Ich bin dafür da, dass beide zu Wort kommen und dass das Gesagte einmal woanders landet als in der nächsten Verteidigung. Häufig zeigt sich dabei, dass unter dem Streit etwas ganz anderes liegt als das, worum gestritten wird.
Auch familiäre Konflikte gehören hierher – zwischen Erwachsenen und ihren Eltern, zwischen Geschwistern, in Patchwork-Situationen. Und wenn eine Trennung bereits feststeht, begleite ich Menschen auch durch diesen Weg, allein oder zu zweit.
Was ich nicht leisten kann
Ich stelle keine Diagnosen im ärztlichen Sinn, verschreibe nichts und behandle keine körperlichen Erkrankungen. Wenn sich im Gespräch zeigt, dass du ärztliche oder psychiatrische Behandlung brauchst, sage ich dir das offen – und unterstütze dich dabei, sie zu finden.
Ich verspreche dir auch kein Ergebnis. Was ich zusagen kann, ist ein Raum, in dem du mit allem willkommen bist, und dass ich dir mit Einfühlungsvermögen, Offenheit und Respekt begegne.
Schreib mir
Der erste Schritt ist der schwerste, und er besteht aus ein paar Sätzen. Mehr braucht es im Moment nicht.